Laserauftragschweißen
im industriellen Einsatz
Laser-Pulver-Auftragschweißen: Verfahren für präzise, reproduzierbare & wirtschaftliche Instandsetzungen metallischer Bauteile.
Laser-Pulver-Auftragschweißen:
Das Verfahren im Detail
Laser-Pulver-Auftragschweißen (engl. Laser Cladding) ist ein technisch hochmodernes Fertigungsverfahren, bei dem Metallpulver mit einem präzise fokussierten Laserstrahl schichtweise auf ein Werkstück aufgebracht wird und mit dem Grundmaterial fest verschmolzen ist. Das Ergebnis ist eine dichte, metallurgisch gebundene Schicht, die Verschleiß, Korrosion und mechanische und thermische Belastung dauerhaft standhält.
Die Technologie
Im Vergleich zu konventionellen Schweißverfahren arbeitet Laser Cladding mit minimalem Wärmeeintrag, wodurch sich Verzug, Rissbildung und Gefügeveränderungen auf ein Minimum reduzieren lassen. So können hochwertige Komponenten aus dem Maschinenbau, der Energie- oder Zellstoffindustrie kosteneffizient repariert oder optimiert werden, ohne dass die ursprüngliche Geometrie verloren geht.
Typische Schichtdicken liegen im Bereich von 0,7 und 1,2 mm, bei mehrlagigen Schweißungen bis zu mehreren Millimetern. Das Verfahren eignet sich für lokale Reparturen ebenso wie für großflächige Beschichtungen
Für jede Anforderung der passende Schweißzusatz
Je nach Beanspruchung und Umgebung kommen unterschiedliche Legierungen und Pulvertypen zum Einsatz. LaserCladding Austria verarbeitet eine breite Auswahl an Materialien – von Standardlegierungen bis zu hochspezialisierten Pulvern für höchste Anforderungen.
Typische Grundwerkstoffe:
- Stahl
- CrNi-Stahl
- Gusseisen (GGG / GJS)
- Aluminium
- Bronze
Typische Zusatzwerkstoffe:
Stahllegierungen (diverse Varianten)
Nickellegierungen (z. B. Inconel®, Invar®)
Kobaltlegierungen (z. B. Stellite®)
Aluminiumlegierungen
Bronzelegierungen
Weitere Zusatzwerkstoffe auf Anfrage
Laser-Pulver-Auftragschweißen
Vorteile im Überblick
Ihre wirtschaftlichen Vorteile
- Deutliche Kostenersparnis durch gezielte Instandsetzung statt Neufertigung
- Reduktion von Stillstandszeiten
- Kurze Lieferzeiten und flexible Projektabwicklung
- Tailored properties: Bauteile mit individuell angepassten Schichteigenschaften
- Ressourcenschonung durch Wiederverwendung bestehender Komponenten
Ihre technischen Vorteile
- Wiederherstellung beschädigter Flächen oder Konturen
- Erhöhung von Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit
- Verlängerung der Produktlebensdauer
- Lokale, bauteiloptimierte Anwendung – nur dort, wo es notwendig ist
- Generierung neuer Funktionen durch additive Elemente oder funktionale Oberflächen
Präzision durch modernste KUKA-Robotik
LaserCladding Austria nutzt ein automatisiertes KUKA-Robotersystem mit mehrachsiger Steuerung, das hohe Wiederholgenauigkeit und stabile Prozessbedingungen sicherstellt.
Über integrierte Sensorik werden Laserleistung, Pulverzufuhr und Vorschubgeschwindigkeit präzise gesteuert.
Das Resultat: gleichmäßige Schichtgeometrien, exakte Konturen und dokumentierte Prozessqualität – sowohl stationär in der Werkhalle als auch mobil beim Kunden vor Ort.
Forschung und Entwicklung
in der LaserCladding Gruppe
Das Laser-Pulver-Auftragschweißen kann auf mehr als 20 Jahre intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit zurückblicken. Maßgeblich vorangetrieben wurde diese Entwicklung durch Gall & Seitz Systems in Kooperation mit Trumpf sowie dem Bremer Institut für Angewandte Strahltechnik (BIAS).
Ursprünglich für Anwendungen im maritimen Bereich konzipiert, hat sich das Laser Cladding inzwischen in zahlreichen Industriesektoren als Schlüsseltechnologie etabliert.
Die technischen Vorteile – insbesondere die metallurgische Bindung an den Grundwerkstoff, die hohe Maßhaltigkeit, die geringe Wärmeeinflusszone sowie die ausgeprägte Langlebigkeit der Bauteile – machen das Laserauftragschweißen zu einer überlegenen Alternative gegenüber konventionellen Schweißverfahren.
LaserCladding Austria zählt heute zu den Unternehmen, die diese Entwicklung konsequent fortführen. Mit fundierter Anwendungskompetenz überträgt das Unternehmen die Technologie erfolgreich in die industrielle Praxis und treibt ihre kontinuierliche Weiterentwicklung aktiv voran.
Abgrenzung zu alternativen Auftragschweißverfahren
Für die Instandsetzung metallischer Bauteile stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, darunter das Plasma-Pulver-Auftragschweißen und verschiedene thermische Spritztechniken.
Während diese Verfahren oft größere Schmelzbäder oder breitere Energieeinträge erzeugen, arbeitet das Laser-Pulver-Auftragschweißen deutlich lokaler und kontrollierter. Die Prozessparameter lassen sich präzise steuern, wodurch die Schichtgeometrie exakt geführt und das Gefüge gezielt beeinflusst werden kann.
Damit eignet sich Laser Cladding besonders für Bauteile, bei denen enge Toleranzen, lokal begrenzte Beschichtungen oder ein minimaler Wärmeeintrag entscheidend ist.
Maschinenstillstand? Jetzt Notfallservice kontaktieren!
Ob geplanter Stillstand oder akuter Ausfall: Mit unserem Reparaturschweißen-Notfall-Service reagieren wir schnell und zuverlässig. Wir prüfen rasch Ihr Bauteil, beraten zur optimalen Reparaturmethode und erstellen ein Angebot.
Qualitätssicherung beim Laser-Pulver-Auftragschweißen
LaserCladding Austria arbeitet nach klar definierten Qualitätsstandards und Prüfverfahren. Jeder Auftrag wird vom Materialeingang bis zur fertigen Schicht dokumentiert und kontrolliert
Prüfschritte und Verfahren:
1.
Visuelle und metallurgische Schichtprüfung
2.
Härtemessung und Haftzugprüfung
3.
3D-Vermessung und Schichtdickenkontrolle
4.
Dokumentierte Qualität gemäß ISO- und DNV-Standards
5.
Regelmäßige Schulungen des Fachpersonals
6.
Enge Kooperationen mit Partnern aus Forschung und Industrie
So entsteht nachweisbare Qualität, die in sicherheitsrelevanten Anwendungen – etwa im Turbinen- oder Generatorenbau – entscheidend ist.
Laser Cladding Einsatz in industriellen Branchen
Das Laser-Pulver-Auftragschweißen kommt in zahlreichen industriellen Bereichen zum Einsatz, in denen Verschleiß, Korrosion oder Materialermüdung eine Rolle spielen:
Energie- und Kraftwerksindustrie
(z. B. Turbinen, Generatoren, Pumpen)
Papier- und Zellstoffindustrie
(z. B. Wellen, Walzen)
Maschinen- und Anlagenbau
Metallverarbeitung und Gießereitechnik
Chemische und petrochemische Industrie
Komponenten aus Fahrzeug- und Baumaschinenbau
Technologie, die verbindet:
Kontaktieren Sie uns
Mit jahrzehntelanger Gruppenkompetenz und eigener mobiler Anlagentechnik bietet LaserCladding Austria eine Kombination aus Technologie, Erfahrung und Flexibilität, die in dieser Form einzigartig ist.
Jedes Projekt wird individuell geplant – von der Schadensanalyse bis zur einbaufertigen Instandsetzung.
FAQ – Häufige Fragen zur Laser Cladding Technologie
Was ist Laser-Pulver-Auftragschweißen?
Laser-Pulver-Auftragschweißen ist ein Beschichtungsverfahren. Mithilfe von Laserstrahlung wird ein Schmelzbad erzeugt und zusätzliches Metallpulver aufgeschmolzen. Dadurch lassen sich metallische Bauteil instandsetzen oder veredeln.
Welche Vorteile hat Laser Cladding gegenüber konventionellen Reparaturverfahren?
Durch minimalen Wärmeeintrag bleiben Bauteile maßhaltig und verzugsfrei. So lassen sich beschädigte Komponenten kostengünstig und mit höchster Qualität wiederaufbereiten.
Welche Werkstoffe können mit Laserauftragschweißen bearbeitet werden?
Typische Werkstoffe sind Stahl, Cr-Ni-Stahl, Gusseisen, Aluminium, Bronze. Je nach Anforderung werden unterschiedliche Pulverlegierungen als Zusatzwerkstoff eingesetzt.
Wo wird die Laser Cladding Technologie eingesetzt?
Diese Schlüsseltechnologie findet zu Reparatur- und Veredelungszwecken mittlerweile in allen Industriesektoren Anwendung. Wirtschaftlich besonders interessant ist dieses Verfahren in den Bereichen Rotating Equipment, Gussgehäusen oder in der Antriebstechnik.
Kann LaserCladding Austria auch vor Ort schweißen?
Ja. Mit einem eigenentwickelten Anlagensystem bietet LaserCladding Austria auch mobiles Laser-Pulver-Auftragschweißen direkt beim Kunden an – ideal für große oder schwer transportierbare Bauteile.
→ Mehr erfahren: Mobiles Laserauftragschweißen
